• Bärlauch ist reich an Vitamin C, enthält aber auch wichtige Mineralien wie Eisen, Magnesium und Mangan. Seine grünen Blätter sind voller ätherischer Öle, die den typischen Knoblauchgeruch ausmachen, sowie Allicin, eine Schwefelverbindung, die für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt ist.

    Heilwirkungen und Anwendungsgebiete

    Die Heilwirkungen von Bärlauch sind vielfältig: Er wirkt blutreinigend, unterstützt die Verdauung und hat eine antibakterielle sowie blutdrucksenkende Wirkung. Bärlauch kann das Herz-Kreislauf-System stärken und hilft bei der Senkung des Cholesterinspiegels. Dank seiner antioxidativen Eigenschaften schützt er zudem die Zellen vor vorzeitiger Alterung. Medizinisch findet er Anwendung bei Verdauungsproblemen, hohem Blutdruck und zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems.

    Vorsicht beim Sammeln: Doppelgänger!

    Beim Sammeln von Bärlauch ist jedoch Vorsicht geboten, denn er hat giftige Doppelgänger: Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Diese Pflanzen ähneln dem Bärlauch zum Verwechseln, besonders bevor sie blühen. Ein sicherer Weg, Bärlauch zu identifizieren, ist der Geruchstest: Zerreib ein Blatt zwischen Deinen Fingern – wenn es stark nach Knoblauch duftet, hast Du Bärlauch vor Dir. Maiglöckchen und Herbstzeitlose riechen hingegen nicht nach Knoblauch. 

    Es lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht, die Tinktur selbst anzusetzen – und macht auch noch Spaß!

    Zutaten für 100 ml Tinktur:

    • 30 g Bärlauchblätter, gewaschen und abgetrocknet
    • für eine alkoholhaltige Tinktur 100 ml Trinkalkohol z.B. Wodka, Obstler, Doppelkorn, 38 – 40 Vol.-%
    • für eine alkoholreduzierte Tinktur 50 ml Glycerin, pflanzlich und 50 ml Wodka, Obstler, Doppelkorn, 38 – 40 Vol.-%
    • für einen alkoholfreien Auszug 70 ml Glycerin, pflanzlich und 30 ml Bio-Weißweinessig

    Die Bärlauchblätter fein hacken und in ein Schraubglas schichten. Mit dem Auszugsmittel nach Wahl auffüllen und verschließen. Gut schütteln und an einem zimmerwarmen und dunklen Ort (Licht zerstört das wertvolle enthaltene kräftig grüne Chlorophyll) 3 bis 4 Wochen ausziehen lassen (Glycerintinkturen gerne länger). Wenn die Tinktur noch nicht benötigt wird, darf es auch länger sein, aber unbedingt dunkel! Danach klar filtern und in braune Tropffläschchen abfüllen. Dunkel lagern und am besten bis zur nächsten Ernte verbrauchen.

    Empfehlenswert ist die kurweise Einnahme von 3 x 12 oder 2 – 3 x 20 Tropfen in eine Tasse Wasser oder lauwarmem Tee für Erwachsene oder Jugendliche über einen Zeitraum von 6 Wochen, danach eine Einnahmepause von 3 bis 4 Wochen oder von 4 Wochen mit folgender Pause von 2 Wochen. Eine Wiederholung der Kur anschließend oder nach einigen Monaten ist, je nach Beschwerdebild, empfehlenswert. Die Einnahmepause verringert die Gefahr von Wechselwirkungen.

  • Die Roselle ist ein echtes Kraftpaket, wenn es um wertvolle Inhaltsstoffe geht. Sie ist reich an Vitamin C, was sie zu einem hervorragenden Mittel zur Stärkung des Immunsystems macht. Darüber hinaus enthält sie wichtige Vitamine der B-Gruppe, wie Vitamin B1 und B2, sowie Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalzium. Besonders erwähnenswert sind die Anthocyane, die Antioxidantien, die für die rote Farbe verantwortlich sind und eine wichtige Rolle im Kampf gegen freie Radikale spielen. Diese Inhaltsstoffe machen sie zu einem natürlichen Helfer in vielen Gesundheitsfragen.

    Heilwirkungen und Anwendungsgebiete

    Hier sind einige der wichtigsten Anwendungsgebiete:

    1. Blutdrucksenkend: Studien haben gezeigt, dass Hibiskus-Tee helfen kann, den Blutdruck zu senken. Dies macht ihn zu einem wertvollen Mittel für Menschen, die unter Bluthochdruck leiden. Doch Vorsicht: Wenn Du bereits niedrigen Blutdruck hast, solltest Du den Konsum mit Deinem Arzt absprechen.
    2. Förderung der Verdauung: Die mild abführende Wirkung des Hibiskus kann bei Verdauungsproblemen, insbesondere bei Verstopfung, helfen. Ein warmes Glas Hibiskus-Tee am Morgen kann den Tag gut starten lassen.
    3. Unterstützung des Immunsystems: Dank des hohen Vitamin-C-Gehalts stärkt die Roselle das Immunsystem und hilft, Erkältungen und Infektionen vorzubeugen. Gerade in der Erkältungszeit ist ein täglicher Roselle-Tee eine gute Vorsorge.
    4. Entzündungshemmend: Die Antioxidantien in des Hibiskus wirken entzündungshemmend und können bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen Linderung verschaffen. Ob bei Gelenkschmerzen oder entzündlichen Hautproblemen – Roselle kann eine natürliche Unterstützung sein.
    5. Gewichtsmanagement: Der Tee aus Roselle-Kelchen wird oft in Diäten verwendet, da er harntreibend wirkt und somit zur Entgiftung des Körpers beiträgt. Er kann den Stoffwechsel anregen und den Körper von überschüssigem Wasser befreien.

    Zubereitung und Verwendung in der Küche

    Die Roselle ist nicht nur ein Heilmittel, sondern auch eine Bereicherung für die Küche. Die getrockneten Kelche werden traditionell für die Zubereitung von Tee verwendet, der heiß oder kalt genossen werden kann. Hier ein einfaches Rezept:

    • Hibiskus-Tee: Übergieße zwei Teelöffel getrocknete Hibiskus-Kelche mit heißem Wasser und lasse den Tee etwa 10 Minuten ziehen. Nach Belieben kannst Du ihn mit Honig oder einem Spritzer Zitrone verfeinern.

    Aber nicht nur als Tee macht die Roselle eine gute Figur. Ihre Kelche eignen sich auch hervorragend zur Herstellung von Marmeladen, Chutneys oder Sirupen. In der karibischen Küche ist „Sorrel“, ein würziges Getränk aus Roselle, besonders zur Weihnachtszeit beliebt. Auch als Zutat in Salaten oder als Garnitur für Desserts kannst du die frischen oder getrockneten Kelche verwenden.

    Der regelmäßige Konsum von Hibiskus-Tee kann bei manchen Menschen zu Magenbeschwerden führen, insbesondere wenn Du empfindlich auf Säuren reagierst. Zudem kann die blutdrucksenkende Wirkung problematisch sein, wenn Du bereits an niedrigem Blutdruck leidest oder blutdrucksenkende Medikamente einnimmst.

  • Sirup selbst zu machen für Limonaden hat viele Vorteile. Der größte ist sicher, dass man weiß was drin ist. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist es aber auch, so die Intensität der Limonade und damit auch ihren Zuckergehalt selbst bestimmen zu können. Gerade für Menschen, denen es schwer fällt, ausreichend zu trinken, kann ein solcher Sirup bei den derzeitigen Temperaturen eine echte Hilfe sein.

    Zutaten:

    Zubereitung :

    Wasser und Zucker mischen und aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Ingwer schälen und fein schneiden. Zitronen mit dem Sparschäler schälen. Minze mit den Stängel grob hacken. Ingwerstücke, Minze und Zitronenschalen ins Zuckerwasser geben und auf kleiner Stufe eine Stunde simmern lassen. In der Zwischenzeit die Zitronen auspressen. Nach einer Stunde vom Herd nehmen und den Zitronensaft dazu geben. Gut durchrühren und noch heiß durch ein Tuch filtern. Den heißen Sirup in ausgekochte Flaschen geben und sofort verschließen.

    Ungeöffnet hält der Sirup ca. 6 Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und zügig verbrauchen. Für eine leckere Limonade einen Schuss Sirup in kaltes Mineralwasser geben. Zuckergehalt und Intensität können über die Sirupmenge gesteuert werden.

  • Einen Auszug in Öl herzustellen ist ganz einfach. Gemacht wird der Ölauszug, um öllösliche Wirkstoffe aus Pflanzenteilen auszuziehen. Wasserlösliche und alkohollösliche Wirkstoffe werden mit Alkohol zu einer Tinktur ausgezogen. In vielen Fällen empfiehlt es sich, beide Auszüge aus der gleichen Pflanze herzustellen, um alle Inhaltsstoffe zu gewinnen.

    Zutaten:

    • mindestens 20 g frisches Kraut oder 10 g getrocknetes
    • 100 ml oxidationsstabiles fettes Öl
    • ein Glas in passender Größe (das Glas sollte möglichst voll sein)

    Kaltauszug(Mazerat):

    Um Schimmel zu vermeiden, empfiehlt es sich, das Pflanzenmaterial einen Tag antrocknen zu lassen. In wenigen Ausnahmen, wie den Johanniskrautblüten, ist dies nicht zu empfehlen. Pflanzenmaterial ordentlich zerkleinern und in ein sauberes Glas oder eine Flasche mit weitem Hals geben und mit dem fetten Öl (es eignen sich hervorragend: Olivenöl, Mandelöl, Jojobaöl) aufgießen. Wird der Auszug mit frischen Pflanzen gemacht, sollten Glas oder Flasche die erste Woche nicht verschlossen, sondern nur mit einem Tuch bedeckt werden, um aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Pflanzenmaterial entweichen zu lassen. Danach kann das Glas oder die Flasche geschlossen werden. Bei einem Auszug mit getrocknetem Pflanzenmaterial ist dies nicht notwendig. Wichtig ist, dass das Glas die passende Größe hat. Der Auszug sollte hell, aber keinesfalls sonnig stehen (auch Johanniskrautöl gehört nicht in die Sonne!). Ein Kaltauszug sollte mindestens 14 Tage dauern, gerne etwas länger. Während der Auszugszeit sollte das Pflanzenmaterial im Öl regelmäßig bewegt werden.

    Warmauszug:

    Das Pflanzenmaterial gut zerkleinern und in ein Salbenöfchen oder Glas geben und mit oxidationsstabilem Öl (am besten Mandelöl, Olivenöl oder Jojobaöl) aufgießen. Beim Salbenöfchen je nach Bauart ein bis drei Teelichter anzünden und die Temperatur regelmäßig messen. Höher als 65 Grad sollte die Temperatur auf keinen Fall steigen. Wer kein Salbenöfchen hat stellt das Glas in ein Wasserbad und erwärmt es auf dem Herd. Unbedingt auch hier die Temperatur kontrollieren. Sind 65 Grad erreicht, Teelichter löschen oder Herd ausschalten und das Ganze herunterkühlen lassen. Nach 2 bis 4 Stunden das Ganze wiederholen. So einen, besser zwei Tage verfahren und immer wieder erwärmen und herunterkühlen lassen. Dabei mit sauberem Löffel oder Glasrührstab das Pflanzenmaterial im Öl bewegen.

    Nach der Ziehzeit das Öl gründlich filtern, zum Beispiel durch einen Kaffeefilter (Pflanzenmaterial dabei nicht ausdrücken, um nicht unnötig Feuchtigkeit ins Öl zu pressen) und den fertigen Ölauszug in saubere dunkle Flaschen füllen und beschriften (Auszugspflanze, verwendetes Basisöl, Datum des Auszugs und MHD des Basisöls). Es empfiehlt sich 0,01 bis 0,05 % Vitamin E (Tocopherol) beizumischen, um den Ölauszug vor Oxidation (ranzig werden) zu schützen.

  • Thymian-Salbe Rezept

    Wir nutzen Thymian-Salbe besonders gerne bei Schnupfengrippalen Infekten und Erkältung. Die Thymian-Salbe wird dabei unter der Nase und auf der Brust aufgetragen um das Atmen zu erleichtern und zu wärmen.

    Zutaten:

    Zubereitung:

    Wie man den Ölauszug fertigt, wird hier in Blog ausführlich erklärt. Den fertigen Ölauszug in ein Glas geben, Bienenwachs und Lanolin dazu geben und alles im Wasserbad sanft schmelzen. Wenn alles vollständig geschmolzen ist, die flüssige Salbe in saubere Tiegel abfüllen und erst nach vollständigem Erkalten verschließen. Die Salbe ist bei sauberem Arbeiten gut ein Jahr haltbar.

    Salbei-Thymian Honig

    Honig alleine ist ja schon ein wunderbares Heilmittel. Noch besser wird er nur noch, wenn man Kräuter in ihm auszieht. Wir haben diesmal Thymian und Salbei in Honig angesetzt um für di Grippesaison gewappnet zu sein. Der Honig kann pur eingenommen werden oder in abgekühlten Tee gegeben werden. Der Tee sollte auf 40 Grad abgekühlt sein, bevor der Honig dazugegeben wird, um die guten Enzyme des Honigs zu erhalten.

    Der Honig ist ganz einfach gemacht und schmeckt auch noch gut, so dass er sogar von Männern gern genommen wird. Wir wissen ja alle, die nächste Männergrippe könnte die letzte sein. Da ist es gut, wenn man vorbereitet ist.

    Ihr braucht dazu:

    • ca. 300 ml Honig
    • 4 Stängel frischer Thymian
    • 20 Blätter frischer Salbei
    • 1 Glas entsprechender Größe (das Glas sollte so gewählt werden, dass möglichst wenig Luft im Glas verbleibt, es also möglichst voll ist)

    Und so gehts:

    Die Kräuter fein hacken, den Thymian am besten etwas anmörsern. Die Kräuter ins saubere Glas geben und das Ganze mit Honig aufgießen. Mit einem sauberen Löffel alles einmal gut durchrühren und das Glas verschließen.Den Ansatz nun 4 bis 6 Wochen ziehen lassen, dabei täglich einmal mit einem sauberen Löffel durchrühren, so dass die Kräuter wieder vollständig von Honig bedeckt sind. Nach der Ziehzeit die Kräuter entnehmen und den Honig bei Bedarf pur oder – wie oben beschrieben – in abgekühlten Tee geben. 

  • Thymian ist eine aromatische und vielseitige Pflanze, die in der mediterranen Küche und in der traditionellen Medizin weit verbreitet ist. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist für ihre duftenden Blätter und kleinen, zarten Blüten bekannt.

    Verbreitung und Herkunft: Er ist ursprünglich in den Regionen des westlichen Mittelmeers heimisch, einschließlich Teilen Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens. Aufgrund seiner Beliebtheit wurde er jedoch in vielen Teilen der Welt eingeführt und angebaut.

    Würzende Eigenschaften: Er ist ein wesentlicher Bestandteil vieler mediterraner Gerichte. Sein intensiver, würziger Geschmack verleiht SuppenEintöpfenFleischgerichtenGemüse und Saucen eine besondere Note. Er kann sowohl getrocknet als auch frisch verwendet werden.

    Heilpflanze: Er wird seit der Antike in der traditionellen Medizin eingesetzt. Er enthält ätherische Öle, darunter Thymol, das antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften besitzt. Diese Inhaltsstoffe können bei ErkältungenHusten und Halsschmerzen helfen. Thymian wird oft als Tee, ätherisches Öl oder in Hustensirupform verwendet (Sirup-Grundrezept).

    Aromatherapie: Das ätherische Öl wird auch in der Aromatherapie verwendet. Es soll belebend wirken, die Konzentration steigern und Stress reduzieren.

    Gartenpflanze: Er ist eine robuste Pflanze, die in vielen Klimazonen gedeiht. Sie bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden und ist in Gärten sowie in Balkonkästen und Kräutertöpfen leicht anzubauen.

    Sortenvielfalt: Es gibt viele verschiedene Sorten von Thymian, die sich in Blattfarbe, Wuchsform und Aroma unterscheiden. Bekannte Sorten sind zum Beispiel der Zitronenthymian mit einem zitronigen Geschmack und der Karthäuser-Thymian mit einem intensiven Aroma.

    Symbolische Bedeutung: In der Antike wurde Thymian als Symbol für Mut, Stärke und Tapferkeit angesehen. Griechische Krieger trugen Kränze aus Thymian, geflochten von ihren Frauen, als Zeichen ihres Mutes in die Schlacht.

    Bienenfreundlich: Die kleinen, lila-rosa Blüten des Thymians sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuberinsekten.

    Thymian ist eine bemerkenswerte Pflanze, die nicht nur in der Küche ihren Platz findet, sondern auch in der Naturheilkunde und der Parfümherstellung geschätzt wird. Die Vielseitigkeit und die gesundheitlichen Vorteile machen ihn zu einer beliebten Wahl für Menschen auf der ganzen Welt.

  • Fenchel ist eine aromatische Pflanze, die zur Familie der Doldenblütler gehört. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist heute in vielen Teilen der Welt verbreitet. Er ist für seine kulinarischen und medizinischen Anwendungen bekannt.

    Der Fenchel ist eine mehrjährige Pflanze mit einem aufrechten Wuchs und einer Höhe von bis zu zwei Metern. Er hat feine, gefiederte Blätter und gelbe Blüten, die in Dolden angeordnet sind. Die Pflanze hat außerdem eine dicke, fleischige Pfahlwurzel. Sowohl die Samen als auch die Knolle werden in verschiedenen Küchen und für medizinische Zwecke verwendet.

    In der Küche wird er oft für seinen charakteristischen Geschmack und sein Aroma geschätzt. Die Knolle hat eine knackige Konsistenz und einen leicht süßlichen Geschmack mit einem Hauch von Anis. Sie kann roh in Salaten gegessen oder gedünstet, gebraten oder gekocht als Beilage oder Zutat in einer Vielzahl von Gerichten verwendet werden. Die Samen werden häufig als Gewürz in Brot, Gebäck, Gewürzmischungen und Tees verwendet.

    Fenchel hat auch eine lange Geschichte in der traditionellen Medizin. Er wird oft für seine verdauungsfördernden Eigenschaften geschätzt und kann bei Magenbeschwerden wie BlähungenKrämpfen und Verdauungsstörungen helfen. Darüber hinaus wird Fencheltee manchmal zur Linderung von Husten und zur Förderung des Stillens bei Frauen verwendet.

    Verwendete Teile des Fenchel:

    Die Knolle ist der essbare Teil, der roh oder gekocht gegessen werden kann. Sie hat einen süßen, anisartigen Geschmack und eine knackige Textur. Sie wird oft in SalatenSuppenEintöpfen und als Beilage verwendet.

    Die Stiele sind essbar, haben jedoch eine robustere Textur im Vergleich zur Knolle. Sie können fein gehackt und als Zutat in Suppen und Eintöpfen verwendet werden.

    Die grünen, farnähnlichen Blätter sind essbar und haben einen intensiven Fenchelgeschmack. Sie eignen sich hervorragend als Garnitur für Salate und andere Gerichte. Die zarten Blätter können auch fein gehackt und als Kräuterersalz verwendet werden.

    Die Samen sind eine geschätzte Zutat in der Küche und haben verschiedene Verwendungsmöglichkeiten. Sie sind bekannt für ihr intensives Anis- und Lakritz-Aroma.

    Fenchelsamen werden häufig als Gewürz in verschiedenen Gerichten verwendet, um einen subtilen Anisgeschmack hinzuzufügen. Sie eignen sich besonders gut für die Zubereitung von Fisch, Geflügel, FleischGemüse und Brot.

    Fenchelsamen können auch zur Zubereitung von Fencheltee verwendet werden, der für seine beruhigenden und verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt ist. Der Tee wird oft als natürlicher Heilkräutertee zur Linderung von MagenbeschwerdenBlähungen und Krämpfen eingesetzt.

    Fenchelsamenöl wird in der Aromatherapie verwendet und kann für seine entspannenden und beruhigenden Eigenschaften bekannt sein.

    Es ist wichtig zu beachten, dass er bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen kann, insbesondere bei Personen mit einer Allergie gegen KarottenSellerie oder Beifuß. Es wird empfohlen, bei der Anwendung vorsichtig zu sein und gegebenenfalls einen Arzt zu konsultieren.

    Insgesamt ist Fenchel eine vielseitige Pflanze mit kulinarischem und medizinischem Nutzen. Sein einzigartiges Aroma und seine gesundheitsfördernden Eigenschaften machen ihn zu einer beliebten Zutat in der Küche und in der Naturheilkunde.

  • Er ziert fast jeden Garten und Balkon, ist pflegeleicht, eine Bienenweide, schön anzusehen und verströmt einen herrlichen Duft: der Lavendel. Viele beschäftigt aber irgendwann die Frage, welche Sorte hab ich da und was kann ich damit tun?

    Wir stellen Euch daher heute 3 der wichtigsten Sorten vor, die wir auch selbst im Garten haben.

    „Echter“ Lavendel (Lavandula angustifolia)

    Der wohl bekannteste und beliebteste Lavendel, mit der breitesten Palette an Verwendungsmöglichkeiten.

    Er wächst strauchig, wird 100 cm hoch, verholzt mit der Zeit im unteren Teil. Seine Blüten sind dunkellila, junge Blätter sind graufilzig und vergrünen mit der Zeit. Er duftet stark typisch nach Lavendel und wird als Zier-, Duft- und Heilpflanze angebaut.

    Aus seinen Blüten lassen sich hervorragender Sirup und Likör machen. Auch als Lavendelzucker oder Gewürz macht er sich klasse. In Alkohol ausgezogen ist die Tinktur vielseitig äußerlich einsetzbar und auch in Öl ausgezogen eignet er sich zur Hautpflege. 6 bis 8 Wochen in gutem Öl ausgezogen hat man außerdem ein wunderbares Massageöl, besonders vor dem Schlafengehen hat es sich bewährt.

    Wer eine Destille hat, kann ihn wunderbar destillieren. Am besten erntet man ihn dafür in der vollen Blüte und destilliert die getrockneten Blüten. Das so gewonnene Hydrolat ist ebenfalls kosmetisch vielseitig einsetzbar und das ätherische Öl von Insektenstichen bis Schlafgut-Salbe verwendbar.

    Getrocknet kann er zu Lavendel-Kolben geflochten werden  oder in Kräuterkissen oder Duftsäckchen für Beruhigung und erholsamen Schlaf oder als Kleiderschrankduft einsetzbar.

    Die anderen zwei Lavendelsorten Schopf-Lavandel und Speik-Lavandel sind nicht für den inneren Gebrauch geeignet, können aber für kosmetische Zwecke in Form von Tinkturen und Ölen verwendet werden.

  • Unser leckerer Kräuterhustensirup ist schnell gerührt und dabei sehr wirkungsvoll. Salbei hilft zusätzlich gegen Halsschmerzen und Heiserkeit, beruhigt, wirkt bakterienabtötend und entzündungshemmend, genauso wie auch der Spitzwegerich. Ingwer stärkt die Immunabwehr.

    Die Einnahme wird wegen der beruhigenden Inhaltsstoffe eher am späten Nachmittag bis Abend empfohlen, tagsüber sind besser Sirupe mit Thymian o.ä. anzuwenden, die schleimlösend und auswurffördernd wirken.

    Zutaten für etwa 500 ml:

    • 30 g Salbei, frisch oder 10 g getrocknet
    • 120 g Spitzwegerichblätter, frisch oder 50 g getrocknet
    • 50 g Bio-Ingwer, frisch und in Stücken
    • 500 g Rohrzucker
    • 500 g Wasser (bei Verwendung von getrockneten Kräutern 600 g)
    • 2 EL Weingeist 70 – 96 Vol. %

    Frische Kräuter kalt abwaschen und gründlich ausschütteln. Mithilfe einer Schere in einen Mixtopf schneiden. Den Ingwer zufügen und alles in einem Mixer fein mixen. Ohne Verwendung eines Mixgerätes per Hand fein hacken.

    Den Weingeist zufügen, gut vermischen und 3-4 Stunden stehen lassen, um die Wirkstoffe anzulösen. Der Alkohol ist später durch das Erhitzen fast komplett verflogen.

    Nun in einen Kochtopf umfüllen, den Zucker und das Wasser zufügen, zum Kochen bringen und sanft 10 Minuten lang köcheln lassen, so dass der Zucker sich löst.

    24 Stunden lang ziehen lassen. Danach nochmals 15 Minuten köcheln. Durch ein feines Sieb oder ein ausgekochtes Leintuch mittels Trichter in desinfizierte Flaschen abfüllen. Verschließen, ausgekühlt beschriften.

    Gegenanzeigen:

    Schwangerschaft und Stillzeit, wobei Salbei zum Abstillen wiederum eingesetzt wird. Bestehende Allergie gegen Spitzwegerich, Ingwer oder Salbei oder Lebererkrankungen.

  • Salbei (Salvia officinalis) ist eine beliebte Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum, die seit Jahrhunderten in der Volksmedizin verwendet wird. Sie wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und verdauungsfördernd, weshalb sie oft bei Halsschmerzen, Mundentzündungen, Verdauungsbeschwerden oder Wechseljahresbeschwerden eingesetzt wird. Als Tee, Tinktur oder ätherisches Öl angewendet, enthält Salbei Wirkstoffe wie Thujon und Rosmarinsäure. Achtung: In hohen Dosen oder bei Schwangerschaft sollte man vorsichtig sein, da es Nebenwirkungen haben kann.

    Hier sind einige einfache, heilende Rezepte basierend auf traditionellen Anwendungen.

    1. Salbeitee (bei Halsschmerzen, Verdauungsstörungen oder Schweißausbrüchen)
    Zutaten: 1–2 TL getrocknete Salbeiblätter, 150–200 ml heißes Wasser.
    Zubereitung: Blätter mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Bis zu 3 Tassen täglich trinken.
    Wirkung: Lindert Entzündungen im Mund- und Rachenraum, fördert die Verdauung und reduziert Nachtschweiß.
    Tipp: Für stärkere Wirkung frische Blätter verwenden.
    2. Gurgellösung (bei Mundentzündungen oder Zahnfleischproblemen)
    Zutaten: Wie beim Tee, aber abgekühlt.
    Zubereitung: Tee zubereiten, abkühlen lassen. Mehrmals täglich gurgeln oder als Mundspülung verwenden.
    Wirkung: Entzündungshemmend und antibakteriell, ideal bei Aphten oder Halsschmerzen.
    Tipp: Nicht schlucken, wenn möglich.
    3. Salbeibonbons (bei Husten oder Heiserkeit)
    Zutaten: 50 g Salbeiblätter (frisch oder getrocknet), 200 g Zucker, etwas Wasser, optional Zitronensaft.
    Zubereitung: Blätter in Wasser kochen, abseihen. Mit Zucker zu Sirup einkochen, bis es karamellisiert. Auf Backpapier tropfen und abkühlen lassen.
    Wirkung: Beruhigt den Rachen und löst Schleim.
    Tipp: Für Veganer Agavendicksaft statt Zucker verwenden.
    4. Salbeisirup (bei Erkältungen oder als Hustensaft)
    Zutaten: 100 g frische Salbeiblätter, 500 ml Wasser, 500 g Zucker oder Honig.
    Zubereitung: Blätter in Wasser 10 Minuten köcheln, abseihen. Mit Zucker/Honig aufkochen, bis sirupartig. In Flaschen füllen und kühl lagern.
    Wirkung: Stärkt das Immunsystem und lindert Husten.
    Tipp: 1–2 TL täglich einnehmen, verdünnt in Tee.
    5. Salbei-Honig (bei Entzündungen oder als Aufstrich)
    Zutaten: Frische Salbeiblätter, Honig.
    Zubereitung: Blätter fein hacken und in Honig einrühren (Verhältnis 1:5). 1–2 Wochen ziehen lassen, abseihen.474c95
    Wirkung: Entzündungshemmend, gut für den Hals oder als Tee-Zusatz.
    Tipp: Bei Allergien auf Honig achten.
    6. Salbeiöl (für Einreibungen bei Muskelverspannungen)
    Zutaten: Frische Salbeiblätter, neutrales Öl (z. B. Olivenöl).
    Zubereitung: Blätter in Öl einlegen, 2–4 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen, abseihen.
    Wirkung: Entspannt Muskeln und wirkt antibakteriell auf der Haut.
    Tipp: Verdünnt verwenden, nicht unverdünnt.