
Bärlauch ist reich an Vitamin C, enthält aber auch wichtige Mineralien wie Eisen, Magnesium und Mangan. Seine grünen Blätter sind voller ätherischer Öle, die den typischen Knoblauchgeruch ausmachen, sowie Allicin, eine Schwefelverbindung, die für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt ist.
Heilwirkungen und Anwendungsgebiete
Die Heilwirkungen von Bärlauch sind vielfältig: Er wirkt blutreinigend, unterstützt die Verdauung und hat eine antibakterielle sowie blutdrucksenkende Wirkung. Bärlauch kann das Herz-Kreislauf-System stärken und hilft bei der Senkung des Cholesterinspiegels. Dank seiner antioxidativen Eigenschaften schützt er zudem die Zellen vor vorzeitiger Alterung. Medizinisch findet er Anwendung bei Verdauungsproblemen, hohem Blutdruck und zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems.
Vorsicht beim Sammeln: Doppelgänger!
Beim Sammeln von Bärlauch ist jedoch Vorsicht geboten, denn er hat giftige Doppelgänger: Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Diese Pflanzen ähneln dem Bärlauch zum Verwechseln, besonders bevor sie blühen. Ein sicherer Weg, Bärlauch zu identifizieren, ist der Geruchstest: Zerreib ein Blatt zwischen Deinen Fingern – wenn es stark nach Knoblauch duftet, hast Du Bärlauch vor Dir. Maiglöckchen und Herbstzeitlose riechen hingegen nicht nach Knoblauch.Â
Es lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht, die Tinktur selbst anzusetzen – und macht auch noch Spaß!

Zutaten für 100 ml Tinktur:
- 30 g Bärlauchblätter, gewaschen und abgetrocknet
- für eine alkoholhaltige Tinktur 100 ml Trinkalkohol z.B. Wodka, Obstler, Doppelkorn, 38 – 40 Vol.-%
- für eine alkoholreduzierte Tinktur 50 ml Glycerin, pflanzlich und 50 ml Wodka, Obstler, Doppelkorn, 38 – 40 Vol.-%
- für einen alkoholfreien Auszug 70 ml Glycerin, pflanzlich und 30 ml Bio-Weißweinessig
Die Bärlauchblätter fein hacken und in ein Schraubglas schichten. Mit dem Auszugsmittel nach Wahl auffüllen und verschließen. Gut schütteln und an einem zimmerwarmen und dunklen Ort (Licht zerstört das wertvolle enthaltene kräftig grüne Chlorophyll) 3 bis 4 Wochen ausziehen lassen (Glycerintinkturen gerne länger). Wenn die Tinktur noch nicht benötigt wird, darf es auch länger sein, aber unbedingt dunkel! Danach klar filtern und in braune Tropffläschchen abfüllen. Dunkel lagern und am besten bis zur nächsten Ernte verbrauchen.
Empfehlenswert ist die kurweise Einnahme von 3 x 12 oder 2 – 3 x 20 Tropfen in eine Tasse Wasser oder lauwarmem Tee für Erwachsene oder Jugendliche über einen Zeitraum von 6 Wochen, danach eine Einnahmepause von 3 bis 4 Wochen oder von 4 Wochen mit folgender Pause von 2 Wochen. Eine Wiederholung der Kur anschließend oder nach einigen Monaten ist, je nach Beschwerdebild, empfehlenswert. Die Einnahmepause verringert die Gefahr von Wechselwirkungen.










